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Das Mittelalter

Auf das XII. Jahrhundert gehen die ersten schriftlichen Dokumente über Chianciano zurück: im Jahr 1139 wurde der Ort das erste mal beiläufig in einem Zeugenverzeichnis für eine Schenkung erwähnt. Der Graf Manenti hatte dem Bischof von Siena einen Teil der Burg von Radicofani vermacht. Im Jahre 1161 bezeichnet sich der Konsul von Orvieto, Tancredi Manente als „Graf von Chianciano". Im 1171 wurde Chianciano in einem Vertrag zitiert ( „ in Clanciano ed in tota curie eius") und 1230 wurde Chianciano als Komune bezeichnet.
Im gleichen Jahr, am 2. Juli, wurde Chianciano von den Manenti Siena unterstellt. Aber Florenz, Orvieto und Montepulciano sahen diese Expansion Sienas nicht gern. Am 14. Mai 1237, nach 7 Jahren langer Konflikte sprachen die Grafen von Manenti Chianciano Orvieto zu. Jedoch im Jahre 1244 unterwarf Montepulciano die Grafen von Manenti und zwang sie zum Status der Kastellane mit Aneignung ihrer Ländereien: Sarteano, Chianciano, Paciano, Panicale.
Im Jahre 1347, nach dem Untergang von Orvieto, der Stadt, der sich Chianciano eigentlich unterstellt fühlte, geriet Chianciano endgültig unter den Einfluss von Siena, auch wenn es eine eigene Autonomie behielt. Diese Autonomie verdankte Chianciano seiner lebendigen Wirtschaft, der vorzüglichen geografischen Lage als Grenzgebiet, aber vor allem den Übereinkünften mit Siena, die zwar die Wahl eines sieneser Bürgers als Bürgermeister festlegten und Siena das Recht zusprach, Krieg oder Frieden zu erklären, aber doch beiden Städten das gleiche Recht bei der Verwaltung der Gerechtigkeit und der Steuereinziehung zugestand und den sieneser Bürgern verbot, Eigentum in Chianciano zu besitzen. Siena garantierte Chianciano ebenfalls die Verteidigung gegen Invasoren und Zerstörungen. Dieser Vertrag galt bis zum Ende der Republik von Siena, als im Jahre 1556 Sienas Staatsgebiet dem Großherzogtum Toskana eingegliedert wurde.

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